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Secessionistische Reliefplatte mit zwei weiblichen Akten und Weinranke, Entwurf/Ausführung: Elena Luksch-Makowsky (Wien, 1903)
Preis auf Anfrage
Objekt: Secessionistische Reliefplatte
Entwurf & Ausführung: Elena Luksch-Makowsky (Wien, 1903)
Maße in cm (H x B x T): 41 x 20 x 2
Material: Zinkblech, gefärbtes Glas
Zustand: gut, mit altersbedingten Gebrauchsspuren
Provenienz: Nachlass von Teddy Podgorski und Mag. Margit Podgorski-Hummer.
Literatur: Katalog der VIII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Nov-Dec 1900, S. 27, 31 / Katalog der X. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Mär-Mai 1901 / Katalog der XIII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Feb-Mär 1902, S. 20 / Ver Sacrum, 1902, Heft VI, S. 106 / Katalog der XIV. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Apr-Jun 1902, S. 56, 68, 75 / Katalog der XV. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Nov-Dec 1902, S. 24 / Ver Sacrum, 1902, Heft XII, S. 187, 189 / Katalog der XVII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Mär-Mai 1903, S. 19 / Das Interieur, IV. Jahrgang, 1903, S. 82, 84, 85, 96 / Dekorative Kunst - Illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst, Band 11, 1903, S. 38 / Deutsche Kunst und Dekoration, Band 19, 1906-1907, Alexander Koch, Darmstadt. S. 464-465 / Magnasok Lakberendezöje (1858 - 1918), Rostas, Peter, 1972, S. 176 / https://www.klimt-database.com/en/network-vienna-1900/colleagues/elena-luksch-makowsky/ (aufg. 21.6.2026) / https://www.youtube.com/live/xT7O95DZ-NM (aufg. 22.6.2026) / https://www.belvedere.at/im-blick-elena-luksch-makowsky (aufg. 26.6.2026)
Zusätzliche Informationen:
Diese Reliefplatte aus Zinkblech mit farbigen Glassteineinlagen entstand im Jahr 1903 und zählt zu den seltenen erhaltenen Arbeiten von Elena Luksch-Makowsky (1878–1967), einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Wiener Moderne. Ursprünglich als Türfüllung eines Möbels konzipiert, dokumentiert sie die enge Verbindung von bildender Kunst, Kunstgewerbe und Architektur, die zu den zentralen Anliegen der Wiener Secession zählte. Die erhaltene Schlüssellochausnehmung verweist auf ihre ursprüngliche Funktion als Bestandteil eines qualitätvollen Gesamtkunstwerks.
Die in St. Petersburg ausgebildete Künstlerin gehörte seit 1900 zu den prägendsten Persönlichkeiten der Wiener Avantgarde. Ihre erste Beteiligung an einer Ausstellung der Wiener Secession erfolgte im Rahmen der VIII. Ausstellung mit den Werken „Dachauerin“, „Jahrmarkt“ und einer „Tischglocke aus Bronze“. Bereits im März 1901 wurde sie im Zusammenhang mit der X. Ausstellung erstmals in zeitgenössischen Presseberichten erwähnt. Es folgten die Präsentation des Werkes „Heiliger Frühling“ auf der XIII. Ausstellung im Februar 1902 sowie ihre Beteiligung an der XIV. Ausstellung im April desselben Jahres. Dort erhielt sie als erste und einzige Frau der Vereinigung ein eigenes Secessions-Ornament und nahm damit innerhalb des Kreises um Gustav Klimt, Josef Hoffmann und Koloman Moser eine außergewöhnliche Stellung ein. Zudem gilt sie als erste weibliche Künstlerin, die ordentliches Mitglied der Wiener Secession war.
Im selben Jahr war Elena Luksch-Makowsky bereits an bedeutenden internationalen Ausstellungsprojekten beteiligt. Für das von Leopold Bauer gestaltete Teezimmer auf der Düsseldorfer Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung 1902 schuf sie eine publizierte getriebene Metallplatte, die zu den frühesten dokumentierten Beispielen ihres kunstgewerblichen Schaffens zählt. Wenige Monate später war sie auf der XV. Ausstellung der Wiener Secession an einem weiteren von Leopold Bauer entworfenen Möbel beteiligt, dessen dekoratives Paneel von ihr entworfen und ausgeführt wurde. Die Herstellung des Möbelstückes erfolgte durch die renommierte Wiener Möbelfirma Friedrich Otto Schmidt.
Einen Höhepunkt ihrer Tätigkeit markierte die XVII. Ausstellung der Wiener Secession im März 1903. In einem von Josef Hoffmann gestalteten Raum präsentierte Elena Luksch-Makowsky ihr Hauptwerk „Adolescentia“ sowie zwei eigenhändig in Silber getriebene Relief-Paneele mit Einlagen aus Karneol und Chrysopras. Zeitgenössische Publikationen hoben diese Arbeiten ausdrücklich hervor und betonten ihre bewusst flächige, dekorative Gestaltung, die durch Silhouettenbildung, Ornament und farbige Akzente eine eigenständige Formensprache entwickelte. Im selben Raum befand sich ein Brunnen ihres Ehemannes Richard Luksch, dessen ornamentale Sockelgestaltung von Elena Luksch-Makowsky entworfen worden war. Die Zusammenführung von Malerei, Skulptur, Metallarbeit, Architektur und Raumkunst verdeutlicht exemplarisch den Gesamtkunstwerk-Gedanken der Wiener Moderne.
Die vorliegende Reliefplatte entstand genau in dieser zentralen Schaffensphase. Das Motiv zweier weiblicher Akte mit einer großformatigen Weinranke vereint charakteristische Merkmale ihres Werkes: stilisierte Figurenauffassung, lineare Ornamentik und eine bewusst dekorative Komposition. Die Stempelungen „T“ und „1903“ im Kreis dokumentieren die Entstehungszeit des Objekts.
Zu den letzten Ausstellungsbeteiligungen innerhalb der Wiener Secession zählen ein Damenbildnis sowie ein weiteres Porträt auf der XXIII. Ausstellung im März 1905. Nach dem Austritt der Klimt- Gruppe schlossen sich Elena Luksch-Makowsky und Richard Luksch der Künstlergruppe um Gustav Klimt an. Gleichzeitig intensivierte die Künstlerin ihre Zusammenarbeit mit der Wiener Werkstätte. In den Jahren 1906–1907 entstanden Möbelentwürfe, Metallarbeiten und weitere kunstgewerbliche Objekte. Besonders hervorzuheben sind zwei in „Deutsche Kunst und Dekoration“ publizierte Schränke der Wiener Werkstätte, von denen einer eine Bemalung von Koloman Moser und der andere eine Bemalung von Elena Luksch-Makowsky aufweist. Die Veröffentlichung dokumentiert ihre aktive Mitwirkung an den kunstgewerblichen Reformbestrebungen der Wiener Moderne.
Originale Metallarbeiten Elena Luksch-Makowskys gehören heute zu den seltensten erhaltenen Werkgruppen ihres Œuvres. Dies gilt insbesondere für Arbeiten aus ihrer Wiener Schaffensperiode, in der sie gemeinsam mit Gustav Klimt, Josef Hoffmann, Koloman Moser, Leopold Bauer und Richard Luksch zu den prägenden Persönlichkeiten der Wiener Moderne zählte.
Die vorliegende Reliefplatte stellt daher nicht nur ein seltenes Beispiel ihres kunstgewerblichen Schaffens dar, sondern zugleich ein bedeutendes Zeugnis weiblicher Beteiligung an den Reformbewegungen der europäischen Avantgarde um 1900.
Besichtigung möglich: Hintzerstraße 6, 1030 Wien
Zustellung gegen Aufpreis möglich.
Die Bilder wurden mit Hilfe von KI bearbeitet, wodurch es zu leichten Veränderungen kommen kann. Auf Wunsch können die Originalfotos zugestellt werden.
Preis auf Anfrage
Objekt: Secessionistische Reliefplatte
Entwurf & Ausführung: Elena Luksch-Makowsky (Wien, 1903)
Maße in cm (H x B x T): 41 x 20 x 2
Material: Zinkblech, gefärbtes Glas
Zustand: gut, mit altersbedingten Gebrauchsspuren
Provenienz: Nachlass von Teddy Podgorski und Mag. Margit Podgorski-Hummer.
Literatur: Katalog der VIII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Nov-Dec 1900, S. 27, 31 / Katalog der X. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Mär-Mai 1901 / Katalog der XIII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Feb-Mär 1902, S. 20 / Ver Sacrum, 1902, Heft VI, S. 106 / Katalog der XIV. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Apr-Jun 1902, S. 56, 68, 75 / Katalog der XV. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Nov-Dec 1902, S. 24 / Ver Sacrum, 1902, Heft XII, S. 187, 189 / Katalog der XVII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Mär-Mai 1903, S. 19 / Das Interieur, IV. Jahrgang, 1903, S. 82, 84, 85, 96 / Dekorative Kunst - Illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst, Band 11, 1903, S. 38 / Deutsche Kunst und Dekoration, Band 19, 1906-1907, Alexander Koch, Darmstadt. S. 464-465 / Magnasok Lakberendezöje (1858 - 1918), Rostas, Peter, 1972, S. 176 / https://www.klimt-database.com/en/network-vienna-1900/colleagues/elena-luksch-makowsky/ (aufg. 21.6.2026) / https://www.youtube.com/live/xT7O95DZ-NM (aufg. 22.6.2026) / https://www.belvedere.at/im-blick-elena-luksch-makowsky (aufg. 26.6.2026)
Zusätzliche Informationen:
Diese Reliefplatte aus Zinkblech mit farbigen Glassteineinlagen entstand im Jahr 1903 und zählt zu den seltenen erhaltenen Arbeiten von Elena Luksch-Makowsky (1878–1967), einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Wiener Moderne. Ursprünglich als Türfüllung eines Möbels konzipiert, dokumentiert sie die enge Verbindung von bildender Kunst, Kunstgewerbe und Architektur, die zu den zentralen Anliegen der Wiener Secession zählte. Die erhaltene Schlüssellochausnehmung verweist auf ihre ursprüngliche Funktion als Bestandteil eines qualitätvollen Gesamtkunstwerks.
Die in St. Petersburg ausgebildete Künstlerin gehörte seit 1900 zu den prägendsten Persönlichkeiten der Wiener Avantgarde. Ihre erste Beteiligung an einer Ausstellung der Wiener Secession erfolgte im Rahmen der VIII. Ausstellung mit den Werken „Dachauerin“, „Jahrmarkt“ und einer „Tischglocke aus Bronze“. Bereits im März 1901 wurde sie im Zusammenhang mit der X. Ausstellung erstmals in zeitgenössischen Presseberichten erwähnt. Es folgten die Präsentation des Werkes „Heiliger Frühling“ auf der XIII. Ausstellung im Februar 1902 sowie ihre Beteiligung an der XIV. Ausstellung im April desselben Jahres. Dort erhielt sie als erste und einzige Frau der Vereinigung ein eigenes Secessions-Ornament und nahm damit innerhalb des Kreises um Gustav Klimt, Josef Hoffmann und Koloman Moser eine außergewöhnliche Stellung ein. Zudem gilt sie als erste weibliche Künstlerin, die ordentliches Mitglied der Wiener Secession war.
Im selben Jahr war Elena Luksch-Makowsky bereits an bedeutenden internationalen Ausstellungsprojekten beteiligt. Für das von Leopold Bauer gestaltete Teezimmer auf der Düsseldorfer Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung 1902 schuf sie eine publizierte getriebene Metallplatte, die zu den frühesten dokumentierten Beispielen ihres kunstgewerblichen Schaffens zählt. Wenige Monate später war sie auf der XV. Ausstellung der Wiener Secession an einem weiteren von Leopold Bauer entworfenen Möbel beteiligt, dessen dekoratives Paneel von ihr entworfen und ausgeführt wurde. Die Herstellung des Möbelstückes erfolgte durch die renommierte Wiener Möbelfirma Friedrich Otto Schmidt.
Einen Höhepunkt ihrer Tätigkeit markierte die XVII. Ausstellung der Wiener Secession im März 1903. In einem von Josef Hoffmann gestalteten Raum präsentierte Elena Luksch-Makowsky ihr Hauptwerk „Adolescentia“ sowie zwei eigenhändig in Silber getriebene Relief-Paneele mit Einlagen aus Karneol und Chrysopras. Zeitgenössische Publikationen hoben diese Arbeiten ausdrücklich hervor und betonten ihre bewusst flächige, dekorative Gestaltung, die durch Silhouettenbildung, Ornament und farbige Akzente eine eigenständige Formensprache entwickelte. Im selben Raum befand sich ein Brunnen ihres Ehemannes Richard Luksch, dessen ornamentale Sockelgestaltung von Elena Luksch-Makowsky entworfen worden war. Die Zusammenführung von Malerei, Skulptur, Metallarbeit, Architektur und Raumkunst verdeutlicht exemplarisch den Gesamtkunstwerk-Gedanken der Wiener Moderne.
Die vorliegende Reliefplatte entstand genau in dieser zentralen Schaffensphase. Das Motiv zweier weiblicher Akte mit einer großformatigen Weinranke vereint charakteristische Merkmale ihres Werkes: stilisierte Figurenauffassung, lineare Ornamentik und eine bewusst dekorative Komposition. Die Stempelungen „T“ und „1903“ im Kreis dokumentieren die Entstehungszeit des Objekts.
Zu den letzten Ausstellungsbeteiligungen innerhalb der Wiener Secession zählen ein Damenbildnis sowie ein weiteres Porträt auf der XXIII. Ausstellung im März 1905. Nach dem Austritt der Klimt- Gruppe schlossen sich Elena Luksch-Makowsky und Richard Luksch der Künstlergruppe um Gustav Klimt an. Gleichzeitig intensivierte die Künstlerin ihre Zusammenarbeit mit der Wiener Werkstätte. In den Jahren 1906–1907 entstanden Möbelentwürfe, Metallarbeiten und weitere kunstgewerbliche Objekte. Besonders hervorzuheben sind zwei in „Deutsche Kunst und Dekoration“ publizierte Schränke der Wiener Werkstätte, von denen einer eine Bemalung von Koloman Moser und der andere eine Bemalung von Elena Luksch-Makowsky aufweist. Die Veröffentlichung dokumentiert ihre aktive Mitwirkung an den kunstgewerblichen Reformbestrebungen der Wiener Moderne.
Originale Metallarbeiten Elena Luksch-Makowskys gehören heute zu den seltensten erhaltenen Werkgruppen ihres Œuvres. Dies gilt insbesondere für Arbeiten aus ihrer Wiener Schaffensperiode, in der sie gemeinsam mit Gustav Klimt, Josef Hoffmann, Koloman Moser, Leopold Bauer und Richard Luksch zu den prägenden Persönlichkeiten der Wiener Moderne zählte.
Die vorliegende Reliefplatte stellt daher nicht nur ein seltenes Beispiel ihres kunstgewerblichen Schaffens dar, sondern zugleich ein bedeutendes Zeugnis weiblicher Beteiligung an den Reformbewegungen der europäischen Avantgarde um 1900.
Besichtigung möglich: Hintzerstraße 6, 1030 Wien
Zustellung gegen Aufpreis möglich.
Die Bilder wurden mit Hilfe von KI bearbeitet, wodurch es zu leichten Veränderungen kommen kann. Auf Wunsch können die Originalfotos zugestellt werden.