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Orignial secessionistisches Damenportrait von Secessions-Gründungsmitglied und Präsident Anton Nowak (Wien, um 1901)
Preis auf Anfrage
In Kooperation mit FLORIAN KOLHAMMER – art since the turn of the 20th century
Objekt: Secessionistisches Gemälde / Damenportrait
Künstler: Anton Nowak (1865–1932)
Datierung: Wien, um 1901
Dargestellte: möglicherweise Anna von Mildenburg, später Bahr-Mildenburg (1872–1947)
Maße exkl. Rahmen in cm (H × B): 180 × 100
Maße inkl. Rahmen in cm (H × B): 186 × 106
Technik: Öl auf Leinwand
Rahmen: neu angefertigte, vergoldete „Hoffmann-Leiste“
Zustand: fachmännisch restauriert
Provenienz: bedeutende Privatsammlung, Wien XIX
Literatur: Ver Sacrum, Heft 9, 1901, S. 155, 160–161; Katalog der X. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Wien, März–Mai 1901
Zusätzliche Informationen:
Anton Nowak gehörte 1897 zu den Gründungsmitgliedern der Wiener Secession und war über Jahrzehnte eng mit der Vereinigung verbunden. Bereits an der I. Ausstellung 1898 nahm er als Künstler teil. Nach dem bislang ausgewerteten Katalogbestand lässt sich seine Ausstellungstätigkeit in der Secession bis zur LVI. Ausstellung 1919/20 verfolgen. Damit war Nowak über mehr als zwei Jahrzehnte im Ausstellungsgeschehen der Vereinigung präsent. 1908/09 übernahm er zudem das Amt ihres Präsidenten.
Der bislang zusammengetragene Bestand umfasst 25 Ausstellungsbeteiligungen mit mindestens 190 ausgestellten Werken; hinzu kommen diverse Holzschnitte. Einzelne Ausstellungen waren mit außergewöhnlich umfangreichen Werkgruppen beschickt: In der XXXIX. Ausstellung 1911/12 waren 27 Arbeiten, in der XLV. Ausstellung 1913 sogar 42 Arbeiten Nowaks vertreten. Diese kontinuierliche Ausstellungstätigkeit dokumentiert die enge institutionelle und künstlerische Verbindung Nowaks zur Wiener Secession. Sie war für ihn nicht nur ein gelegentlicher Ausstellungsort, sondern über einen wesentlichen Teil seiner Laufbahn ein zentrales Forum für die Präsentation seines Werkes.
Das Gemälde
Das vorliegende, monumentale Hochformat zeigt eine nahezu lebensgroße junge Frau in einem leuchtend goldgelben, aufwendig ornamentierten Gewand. Der Oberkörper bleibt teilweise unverhüllt; in beiden Händen hält die Dargestellte ein seidenartig durchschimmerndes, dunkelgrünes Tuch, dessen Farbigkeit in starkem Kontrast zum Gelb des Kleides und zum gedämpften, dunkeltonigen Hintergrund steht. Nowak verbindet dabei eine repräsentative, streng aufrechte Figurenauffassung mit einer bemerkenswert unmittelbaren Charakterisierung der Dargestellten. Ihr leicht erhobener Kopf, die halb gesenkten Lider und der ruhige, beinahe distanzierte Blick verleihen ihr eine selbstbewusste, zugleich entrückte Präsenz. Sie erscheint weder in einer erzählerischenHandlung noch in einer konventionellen gesellschaftlichen Pose. Die Wirkung des Bildes entsteht vielmehr aus der Erscheinung der Figur selbst.
Besonders eindrucksvoll ist die malerische Behandlung der unterschiedlichen Oberflächen. Während Gesicht und Inkarnat mit fein abgestuften, sichtbar gesetzten Pinselzügen modelliert sind, steigert sich der Farbauftrag im Gewand und dessen Schmuckbesatz stellenweise zu stark pastosen, nahezu plastisch aufliegenden Farbakzenten. Rot-, Blau-, Grün- und Goldtöne bilden kleine reliefartige Ornamente auf der leuchtenden gelben Fläche. Demgegenüber ist das dunkelgrüne Seidentuch mit breiten, kräftigen Pinselzügen wiedergegeben, durch die Glanz, Faltenwurf und Material unmittelbar erfahrbar werden.
Nowak und das Porträt in der Wiener Secession
Innerhalb der bislang ausgewerteten Ausstellungstätigkeit Nowaks in der Wiener Secession nimmt die Porträtmalerei eine bemerkenswerte Sonderstellung ein. Unter den 190 bislang erfassten ausgestellten Werken finden sich lediglich drei Arbeiten, die in den Katalogangaben ausdrücklich als Bildnisse beziehungsweise Porträts bezeichnet werden: ein „Mädchenkopf“ in Pastell in der V. Ausstellung 1899/1900, ein großformatiges „Damenportrait“ in der X. Ausstellung 1901 und ein „Mädchenbildnis“ in der LII. Ausstellung 1918/19. Demgegenüber wird das bislang dokumentierte Secessionswerk Nowaks ganz überwiegend von Landschaften, Fluss- und Hafenansichten, Gebirgsdarstellungen und einzelnen Stillleben bestimmt. Das Auftreten eines ausdrücklich als Damenportrait bezeichneten Werkes im Jahr 1901 erhält vor diesem Hintergrund besondere Bedeutung für die zeitliche Einordnung des vorliegenden Gemäldes.
Die X. Ausstellung der Wiener Secession, 1901
Einen wesentlichen kunsthistorischen Bezugspunkt für die Datierung des vorliegenden Gemäldes um 1901 bildet die X. Ausstellung der Wiener Secession, die vom 15. März bis 12. Mai 1901 stattfand. Anton Nowak war dort mit zehn Arbeiten vertreten. Neun tragen Titel, die Landschaften, Fluss- oder Schiffsmotive erkennen lassen; als zehntes Werk verzeichnet der Ausstellungskatalog ausdrücklich ein „Damenportrait“. Sowohl die historischen Ausstellungsaufnahmen als auch die Einträge im Ausstellungskatalog dokumentieren die besondere Stellung des großformatigen Damenbildnisses innerhalb der damaligen Präsentation. In dem von Koloman Moser gestalteten Saal III wurden monumentale, vielfach ganzfigurige Porträts in hohen, voneinander abgegrenzten Wandfeldern präsentiert. Die zeitgenössischen Fotografien, veröffentlicht 1901 in Ver Sacrum, vermitteln noch heute einen unmittelbaren Eindruck dieser streng rhythmisierten Raumgestaltung. Insgesamt waren hier neun Damenporträts sowie Rudolf Bachers „Bildnis zweier Frauen“ vertreten. Die Damenporträts stammten von Josef Maria Auchentaller, Maximilian Kurzweil, Wilhelm List, Heinrich Knirr, Franz Hohenberger, Leo Putz und Anton Nowak; Gustav Klimt war mit zwei Damenporträts vertreten.
Das vorliegende Gemälde steht mit seinem außergewöhnlichen Format von 180 × 100 cm, der nahezu lebensgroßen Ganzfigur und seiner repräsentativen, frontal bestimmten Auffassung unmittelbar im Kontext jener Porträtkultur, die in Saal III der X. Ausstellung sichtbar wurde.
Dieser Zusammenhang bildet einen wesentlichen Anhaltspunkt für die Datierung des vorliegenden Gemäldes in die Zeit um 1901. Eine Identifizierung mit dem in der X. Ausstellung gezeigten Damenportrait ist damit ausdrücklich nicht verbunden.
Möglicherweise Anna von Mildenburg
Auch die Identität der Dargestellten eröffnet einen interessanten Bezug zum kulturellen Wien um 1900. Als mögliches Modell kommt Anna von Mildenburg, später Bahr- Mildenburg (1872–1947), in Betracht. Sie gehörte zu den bedeutensten Sängerinnen der Wiener Hofoper und war eng mit der von Gustav Mahler geprägten Opernkultur dieser Jahre verbunden. Ein bemerkenswerter zeitlicher Zusammenhang ergibt sich im Frühjahr 1901. Am 29. April 1901, während der Laufzeit der X. Secessionsausstellung, trat Mildenburg an der Wiener Hofoper unter Gustav Mahlers musikalischer Leitung als Königin von Saba in Karl Goldmarks gleichnamiger Oper auf. Die Kostüme dieser Produktion stammten von Heinrich Lefler. Das außergewöhnliche Erscheinungsbild der Dargestellten – das goldgelbe, reich mit farbigen Schmuckelementen besetzte Gewand, der Stirnschmuck und die seidige grüne Tuchbahn – besitzt einen deutlich historisierend-exotischen Charakter und lässt einen Zusammenhang mit einer Bühnenrolle grundsätzlich denkbar erscheinen. Die zeitliche Nähe und die kostümgeschichtlichen Bezüge bilden interessante Indizien für die vorgeschlagene Identifizierung mit Mildenburg, erlauben gegenwärtig jedoch keine gesicherte Bestimmung der Dargestellten.
Restaurierung und Rahmung
Das Gemälde wurde durch das Atelier Schubert-Penk, Wien III, fachgerecht restauriert. Im Zuge der Arbeiten wurden der vergilbte Acrylfirnis sowie vorhandene Übermalungen abgenommen. Ein kleiner Riss in der Leinwand wurde geschlossen und gekittet; anschließend erfolgten eine Strukturuntermalung mit Gouache, ein Zwischenfirnis mit Talens Retuschierfirnis, die Ölretusche der Fehlstellen sowie ein gesprühter, seidenmatter Schlussfirnis. Das Atelier Schubert-Penk verfügt über langjährige Erfahrung in der Restaurierung von Gemälden für private und institutionelle Auftraggeber und war unter anderem an Restaurierungsarbeiten für Schloss Schönbrunn, die Schatzkammer und das Kunsthistorische Museum Wien beteiligt.
Der Rahmen wurde im Zuge der Restaurierung neu angefertigt. Es handelt sich um eine vergoldete sogenannte „Hoffmann-Leiste“.
Die Bilder wurden mit Hilfe von K.I bearbeitet, wodurch es zu leichten Abänderungen kommen kann - auf Wunsch können die originalen Dateien übermittelt werden.
Zustellung national/international gegen Aufpreis möglich.
Besichtigung nach Absprache möglich: Plankengasse 5, 1010 Wien
Preis auf Anfrage
In Kooperation mit FLORIAN KOLHAMMER – art since the turn of the 20th century
Objekt: Secessionistisches Gemälde / Damenportrait
Künstler: Anton Nowak (1865–1932)
Datierung: Wien, um 1901
Dargestellte: möglicherweise Anna von Mildenburg, später Bahr-Mildenburg (1872–1947)
Maße exkl. Rahmen in cm (H × B): 180 × 100
Maße inkl. Rahmen in cm (H × B): 186 × 106
Technik: Öl auf Leinwand
Rahmen: neu angefertigte, vergoldete „Hoffmann-Leiste“
Zustand: fachmännisch restauriert
Provenienz: bedeutende Privatsammlung, Wien XIX
Literatur: Ver Sacrum, Heft 9, 1901, S. 155, 160–161; Katalog der X. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Wien, März–Mai 1901
Zusätzliche Informationen:
Anton Nowak gehörte 1897 zu den Gründungsmitgliedern der Wiener Secession und war über Jahrzehnte eng mit der Vereinigung verbunden. Bereits an der I. Ausstellung 1898 nahm er als Künstler teil. Nach dem bislang ausgewerteten Katalogbestand lässt sich seine Ausstellungstätigkeit in der Secession bis zur LVI. Ausstellung 1919/20 verfolgen. Damit war Nowak über mehr als zwei Jahrzehnte im Ausstellungsgeschehen der Vereinigung präsent. 1908/09 übernahm er zudem das Amt ihres Präsidenten.
Der bislang zusammengetragene Bestand umfasst 25 Ausstellungsbeteiligungen mit mindestens 190 ausgestellten Werken; hinzu kommen diverse Holzschnitte. Einzelne Ausstellungen waren mit außergewöhnlich umfangreichen Werkgruppen beschickt: In der XXXIX. Ausstellung 1911/12 waren 27 Arbeiten, in der XLV. Ausstellung 1913 sogar 42 Arbeiten Nowaks vertreten. Diese kontinuierliche Ausstellungstätigkeit dokumentiert die enge institutionelle und künstlerische Verbindung Nowaks zur Wiener Secession. Sie war für ihn nicht nur ein gelegentlicher Ausstellungsort, sondern über einen wesentlichen Teil seiner Laufbahn ein zentrales Forum für die Präsentation seines Werkes.
Das Gemälde
Das vorliegende, monumentale Hochformat zeigt eine nahezu lebensgroße junge Frau in einem leuchtend goldgelben, aufwendig ornamentierten Gewand. Der Oberkörper bleibt teilweise unverhüllt; in beiden Händen hält die Dargestellte ein seidenartig durchschimmerndes, dunkelgrünes Tuch, dessen Farbigkeit in starkem Kontrast zum Gelb des Kleides und zum gedämpften, dunkeltonigen Hintergrund steht. Nowak verbindet dabei eine repräsentative, streng aufrechte Figurenauffassung mit einer bemerkenswert unmittelbaren Charakterisierung der Dargestellten. Ihr leicht erhobener Kopf, die halb gesenkten Lider und der ruhige, beinahe distanzierte Blick verleihen ihr eine selbstbewusste, zugleich entrückte Präsenz. Sie erscheint weder in einer erzählerischenHandlung noch in einer konventionellen gesellschaftlichen Pose. Die Wirkung des Bildes entsteht vielmehr aus der Erscheinung der Figur selbst.
Besonders eindrucksvoll ist die malerische Behandlung der unterschiedlichen Oberflächen. Während Gesicht und Inkarnat mit fein abgestuften, sichtbar gesetzten Pinselzügen modelliert sind, steigert sich der Farbauftrag im Gewand und dessen Schmuckbesatz stellenweise zu stark pastosen, nahezu plastisch aufliegenden Farbakzenten. Rot-, Blau-, Grün- und Goldtöne bilden kleine reliefartige Ornamente auf der leuchtenden gelben Fläche. Demgegenüber ist das dunkelgrüne Seidentuch mit breiten, kräftigen Pinselzügen wiedergegeben, durch die Glanz, Faltenwurf und Material unmittelbar erfahrbar werden.
Nowak und das Porträt in der Wiener Secession
Innerhalb der bislang ausgewerteten Ausstellungstätigkeit Nowaks in der Wiener Secession nimmt die Porträtmalerei eine bemerkenswerte Sonderstellung ein. Unter den 190 bislang erfassten ausgestellten Werken finden sich lediglich drei Arbeiten, die in den Katalogangaben ausdrücklich als Bildnisse beziehungsweise Porträts bezeichnet werden: ein „Mädchenkopf“ in Pastell in der V. Ausstellung 1899/1900, ein großformatiges „Damenportrait“ in der X. Ausstellung 1901 und ein „Mädchenbildnis“ in der LII. Ausstellung 1918/19. Demgegenüber wird das bislang dokumentierte Secessionswerk Nowaks ganz überwiegend von Landschaften, Fluss- und Hafenansichten, Gebirgsdarstellungen und einzelnen Stillleben bestimmt. Das Auftreten eines ausdrücklich als Damenportrait bezeichneten Werkes im Jahr 1901 erhält vor diesem Hintergrund besondere Bedeutung für die zeitliche Einordnung des vorliegenden Gemäldes.
Die X. Ausstellung der Wiener Secession, 1901
Einen wesentlichen kunsthistorischen Bezugspunkt für die Datierung des vorliegenden Gemäldes um 1901 bildet die X. Ausstellung der Wiener Secession, die vom 15. März bis 12. Mai 1901 stattfand. Anton Nowak war dort mit zehn Arbeiten vertreten. Neun tragen Titel, die Landschaften, Fluss- oder Schiffsmotive erkennen lassen; als zehntes Werk verzeichnet der Ausstellungskatalog ausdrücklich ein „Damenportrait“. Sowohl die historischen Ausstellungsaufnahmen als auch die Einträge im Ausstellungskatalog dokumentieren die besondere Stellung des großformatigen Damenbildnisses innerhalb der damaligen Präsentation. In dem von Koloman Moser gestalteten Saal III wurden monumentale, vielfach ganzfigurige Porträts in hohen, voneinander abgegrenzten Wandfeldern präsentiert. Die zeitgenössischen Fotografien, veröffentlicht 1901 in Ver Sacrum, vermitteln noch heute einen unmittelbaren Eindruck dieser streng rhythmisierten Raumgestaltung. Insgesamt waren hier neun Damenporträts sowie Rudolf Bachers „Bildnis zweier Frauen“ vertreten. Die Damenporträts stammten von Josef Maria Auchentaller, Maximilian Kurzweil, Wilhelm List, Heinrich Knirr, Franz Hohenberger, Leo Putz und Anton Nowak; Gustav Klimt war mit zwei Damenporträts vertreten.
Das vorliegende Gemälde steht mit seinem außergewöhnlichen Format von 180 × 100 cm, der nahezu lebensgroßen Ganzfigur und seiner repräsentativen, frontal bestimmten Auffassung unmittelbar im Kontext jener Porträtkultur, die in Saal III der X. Ausstellung sichtbar wurde.
Dieser Zusammenhang bildet einen wesentlichen Anhaltspunkt für die Datierung des vorliegenden Gemäldes in die Zeit um 1901. Eine Identifizierung mit dem in der X. Ausstellung gezeigten Damenportrait ist damit ausdrücklich nicht verbunden.
Möglicherweise Anna von Mildenburg
Auch die Identität der Dargestellten eröffnet einen interessanten Bezug zum kulturellen Wien um 1900. Als mögliches Modell kommt Anna von Mildenburg, später Bahr- Mildenburg (1872–1947), in Betracht. Sie gehörte zu den bedeutensten Sängerinnen der Wiener Hofoper und war eng mit der von Gustav Mahler geprägten Opernkultur dieser Jahre verbunden. Ein bemerkenswerter zeitlicher Zusammenhang ergibt sich im Frühjahr 1901. Am 29. April 1901, während der Laufzeit der X. Secessionsausstellung, trat Mildenburg an der Wiener Hofoper unter Gustav Mahlers musikalischer Leitung als Königin von Saba in Karl Goldmarks gleichnamiger Oper auf. Die Kostüme dieser Produktion stammten von Heinrich Lefler. Das außergewöhnliche Erscheinungsbild der Dargestellten – das goldgelbe, reich mit farbigen Schmuckelementen besetzte Gewand, der Stirnschmuck und die seidige grüne Tuchbahn – besitzt einen deutlich historisierend-exotischen Charakter und lässt einen Zusammenhang mit einer Bühnenrolle grundsätzlich denkbar erscheinen. Die zeitliche Nähe und die kostümgeschichtlichen Bezüge bilden interessante Indizien für die vorgeschlagene Identifizierung mit Mildenburg, erlauben gegenwärtig jedoch keine gesicherte Bestimmung der Dargestellten.
Restaurierung und Rahmung
Das Gemälde wurde durch das Atelier Schubert-Penk, Wien III, fachgerecht restauriert. Im Zuge der Arbeiten wurden der vergilbte Acrylfirnis sowie vorhandene Übermalungen abgenommen. Ein kleiner Riss in der Leinwand wurde geschlossen und gekittet; anschließend erfolgten eine Strukturuntermalung mit Gouache, ein Zwischenfirnis mit Talens Retuschierfirnis, die Ölretusche der Fehlstellen sowie ein gesprühter, seidenmatter Schlussfirnis. Das Atelier Schubert-Penk verfügt über langjährige Erfahrung in der Restaurierung von Gemälden für private und institutionelle Auftraggeber und war unter anderem an Restaurierungsarbeiten für Schloss Schönbrunn, die Schatzkammer und das Kunsthistorische Museum Wien beteiligt.
Der Rahmen wurde im Zuge der Restaurierung neu angefertigt. Es handelt sich um eine vergoldete sogenannte „Hoffmann-Leiste“.
Die Bilder wurden mit Hilfe von K.I bearbeitet, wodurch es zu leichten Abänderungen kommen kann - auf Wunsch können die originalen Dateien übermittelt werden.
Zustellung national/international gegen Aufpreis möglich.
Besichtigung nach Absprache möglich: Plankengasse 5, 1010 Wien