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Original Secessionistischer Salonschrank mit Vitrinenteil, Entwurf: Prof. Josef Hoffmann (Wien, um 1903), Ausführung: Jacob & Josef Kohn (Wien, ab 1904)
Preis auf Anfrage
Objekt: Secessionistischer Salonschrank / Vitrinenschrank („Armoire“, „Glass Cabinet“, „Meuble de Salon: Bahut“)
Entwurf: Josef Hoffmann (Wien, um 1903)
Ausführung: Jacob & Josef Kohn (gemarkt, Wien, ab 1904)
Modellnummer: 3103
Maße in cm (H × B × T): 180 × 93 × ca. 42
Material: Buche, geschliffenes Glas, Messing
Zustand: Gut, mit altersbedingten Gebrauchsspuren, darunter Schrammen und kleinere Furnierfehlstellen
Provenienz: Wien
Literatur: Kohn, CATÁLOGO DE INTERIORES DE 1906, EL SHOWROOM DE BURGRING 3, S. 11 / Jacob & Josef Kohn, Katalog 1907
Zusätzliche Maße:
Abstand zwischen den Regalböden: ca. 30 cm
Abstand oberer Regalboden bis Abschluss: ca. 58 cm
Vitrine innen: ca. 56 × 43 × 25 cm
Zusätzliche Informationen:
Der vorliegende Salonschrank wurde 1903 von Josef Hoffmann für die Wiener Möbelfirma Jacob & Josef Kohn entworfen. Das unter der Modellnummer 3103 geführte Möbel wurde ab 1904 produziert und im selben Jahr in das Verkaufsprogramm der Firma aufgenommen. Es gehört damit in eine entscheidende Phase von Hoffmanns Schaffen, unmittelbar nach der Gründung der Wiener Werkstätte 1903 und während der zunehmenden Abkehr von den floralen Formen des frühen Jugendstils.
Josef Hoffmann entwickelte in diesen Jahren eine zunehmend reduzierte, geometrisch bestimmte Formensprache. An die Stelle ornamentaler Überfülle treten klare Gliederung, konstruktive Logik und die bewusste Wiederholung einfacher geometrischer Elemente. Diese Prinzipien bestimmen auch den vorliegenden Schrank. Der Aufbau wird von vier schlanken, vertikalen Stützen getragen, zwischen denen sich die einzelnen Funktionsbereiche des Möbels klar voneinander absetzen. Die geschwungene Grundform und die gerundeten Ablagen verbinden dabei die geometrische Strenge mit der Tradition des Wiener Bugholzmöbels.
Besonders charakteristisch ist die Bekrönung des Möbels. Zwei parallel geführte, gebogene Holzstreben werden durch regelmäßig gesetzte Kugeln rhythmisch gegliedert. Dieses Wechselspiel aus Linie, Kreis und Wiederholung verleiht dem ansonsten funktional aufgebauten Möbel eine deutlich architektonische Wirkung. Die ornamentale Gestaltung entsteht dabei nicht durch aufgesetzten Dekor, sondern unmittelbar aus der Konstruktion und der Gliederung des Möbels selbst – ein Grundgedanke in Hoffmanns Entwürfen dieser Zeit.
Im oberen Bereich befindet sich eine verglaste Vitrine mit geschliffenen Glasscheiben. Die facettierten Kanten des Glases setzen einen bewusst zurückhaltenden dekorativen Akzent und stehen im Kontrast zu den dunklen Holzflächen. Messingbeschläge ergänzen die Materialkomposition und verdeutlichen Hoffmanns Interesse an der präzisen Abstimmung von Holz, Glas und Metall.
Die Ausführung durch Jacob & Josef Kohn ist für die Entwicklung des modernen Wiener Möbeldesigns von besonderer Bedeutung. Hoffmann arbeitete zu Beginn des 20. Jahrhunderts intensiv mit dem Unternehmen zusammen und nutzte dessen technische Erfahrung in der Bugholzproduktion für Möbel, die sich deutlich von den historistischen Modellen des 19. Jahrhunderts entfernten. Gemeinsam entstanden Entwürfe, in denen die Möglichkeiten industrieller beziehungsweise serieller Fertigung mit den gestalterischen Ideen der Wiener Moderne verbunden wurden.
Der Salonschrank Modell 3103 dokumentiert diese Zusammenarbeit exemplarisch. Seine Verbindung aus gebogenen Holzelementen, geometrischer Gliederung, Glas und Messing steht an der Schwelle zwischen Wiener Jugendstil und jener sachlicheren Formensprache, die Hoffmann in den folgenden Jahren weiterentwickelte. Gleichzeitig blieb das Möbel als „Meuble de Salon“ ausdrücklich für den gehobenen Wohnraum bestimmt und verbindet repräsentative Wirkung mit funktionaler Nutzung.
Besichtigung nach Terminvereinbarung möglich: Hintzerstraße 6, 1030 Wien
Fachmännische Restaurierung sowie Zustellung gegen Aufpreis möglich
Einige Bilder wurden mit Hilfe von KI bearbeitet – auf Wunsch können die originalen Dateien übermittelt werden.
Preis auf Anfrage
Objekt: Secessionistischer Salonschrank / Vitrinenschrank („Armoire“, „Glass Cabinet“, „Meuble de Salon: Bahut“)
Entwurf: Josef Hoffmann (Wien, um 1903)
Ausführung: Jacob & Josef Kohn (gemarkt, Wien, ab 1904)
Modellnummer: 3103
Maße in cm (H × B × T): 180 × 93 × ca. 42
Material: Buche, geschliffenes Glas, Messing
Zustand: Gut, mit altersbedingten Gebrauchsspuren, darunter Schrammen und kleinere Furnierfehlstellen
Provenienz: Wien
Literatur: Kohn, CATÁLOGO DE INTERIORES DE 1906, EL SHOWROOM DE BURGRING 3, S. 11 / Jacob & Josef Kohn, Katalog 1907
Zusätzliche Maße:
Abstand zwischen den Regalböden: ca. 30 cm
Abstand oberer Regalboden bis Abschluss: ca. 58 cm
Vitrine innen: ca. 56 × 43 × 25 cm
Zusätzliche Informationen:
Der vorliegende Salonschrank wurde 1903 von Josef Hoffmann für die Wiener Möbelfirma Jacob & Josef Kohn entworfen. Das unter der Modellnummer 3103 geführte Möbel wurde ab 1904 produziert und im selben Jahr in das Verkaufsprogramm der Firma aufgenommen. Es gehört damit in eine entscheidende Phase von Hoffmanns Schaffen, unmittelbar nach der Gründung der Wiener Werkstätte 1903 und während der zunehmenden Abkehr von den floralen Formen des frühen Jugendstils.
Josef Hoffmann entwickelte in diesen Jahren eine zunehmend reduzierte, geometrisch bestimmte Formensprache. An die Stelle ornamentaler Überfülle treten klare Gliederung, konstruktive Logik und die bewusste Wiederholung einfacher geometrischer Elemente. Diese Prinzipien bestimmen auch den vorliegenden Schrank. Der Aufbau wird von vier schlanken, vertikalen Stützen getragen, zwischen denen sich die einzelnen Funktionsbereiche des Möbels klar voneinander absetzen. Die geschwungene Grundform und die gerundeten Ablagen verbinden dabei die geometrische Strenge mit der Tradition des Wiener Bugholzmöbels.
Besonders charakteristisch ist die Bekrönung des Möbels. Zwei parallel geführte, gebogene Holzstreben werden durch regelmäßig gesetzte Kugeln rhythmisch gegliedert. Dieses Wechselspiel aus Linie, Kreis und Wiederholung verleiht dem ansonsten funktional aufgebauten Möbel eine deutlich architektonische Wirkung. Die ornamentale Gestaltung entsteht dabei nicht durch aufgesetzten Dekor, sondern unmittelbar aus der Konstruktion und der Gliederung des Möbels selbst – ein Grundgedanke in Hoffmanns Entwürfen dieser Zeit.
Im oberen Bereich befindet sich eine verglaste Vitrine mit geschliffenen Glasscheiben. Die facettierten Kanten des Glases setzen einen bewusst zurückhaltenden dekorativen Akzent und stehen im Kontrast zu den dunklen Holzflächen. Messingbeschläge ergänzen die Materialkomposition und verdeutlichen Hoffmanns Interesse an der präzisen Abstimmung von Holz, Glas und Metall.
Die Ausführung durch Jacob & Josef Kohn ist für die Entwicklung des modernen Wiener Möbeldesigns von besonderer Bedeutung. Hoffmann arbeitete zu Beginn des 20. Jahrhunderts intensiv mit dem Unternehmen zusammen und nutzte dessen technische Erfahrung in der Bugholzproduktion für Möbel, die sich deutlich von den historistischen Modellen des 19. Jahrhunderts entfernten. Gemeinsam entstanden Entwürfe, in denen die Möglichkeiten industrieller beziehungsweise serieller Fertigung mit den gestalterischen Ideen der Wiener Moderne verbunden wurden.
Der Salonschrank Modell 3103 dokumentiert diese Zusammenarbeit exemplarisch. Seine Verbindung aus gebogenen Holzelementen, geometrischer Gliederung, Glas und Messing steht an der Schwelle zwischen Wiener Jugendstil und jener sachlicheren Formensprache, die Hoffmann in den folgenden Jahren weiterentwickelte. Gleichzeitig blieb das Möbel als „Meuble de Salon“ ausdrücklich für den gehobenen Wohnraum bestimmt und verbindet repräsentative Wirkung mit funktionaler Nutzung.
Besichtigung nach Terminvereinbarung möglich: Hintzerstraße 6, 1030 Wien
Fachmännische Restaurierung sowie Zustellung gegen Aufpreis möglich
Einige Bilder wurden mit Hilfe von KI bearbeitet – auf Wunsch können die originalen Dateien übermittelt werden.