Original secessionistische Sitzgruppe „Wiener Kunst im Hause“, Entwurf: Schule Prof. Josef Hoffmann (Wien, um 1903), Ausführung: Unbekannte Wiener Werkstätte (Wien, um 1903)

€ 16.000,00

Objekt: Secessionistische Sitzgruppe (2 x Armlehnstuhl, 2 x Sessel)
Entwurf: „Wiener Kunst im Hause“ - Schule Prof. Josef Hoffmann (Wien, um 1903)
Ausführung: Unbekannte Wiener Werkstätte (Wien, um 1903)
Maße in cm Armlehnstuhl (H x B x T x SH x SB x ST): 94,5 x 57 x 55 x 44 x 50 x 50
Maße in cm Sessel (H x B x T x SH x SB x ST): 92 x 42 x 44 x 45 x 43 x 39
Material: Buche, Mahagoni furniert, Messing, Stoff (Neuproduktion, Entwurf: „Koloman“ - Else Unger, Dessin Nr. 3936, 1900, für Backhausen & Söhne)
Zustand: fachmännisch restauriert
Provenienz: Privatbesitz, Wien Umgebung
Literatur: Das Interieur, Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, 3. Jahrgang, Wien 1902, S. 97 / Katalog der XV. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Nov-Dec 1902, S. 36-38 / Ver Sacrum, 1902, Heft XXII, S. 319 / Das Interieur, Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, 4. Jahrgang, Wien 1903, S. 100 / Dekorstoff, Koloman, Else Unger, MAK Inv.nr. T 11197-1

Zusätzliche Informationen:
Die vierteilige Sitzgruppe ist ein charakteristisches Beispiel der frühen Wiener Moderne und lässt sich aufgrund ihrer streng geometrischen Formensprache dem gestalterischen Umfeld Josef Hoffmanns und der Künstlervereinigung „Wiener Kunst im Hause“ zuordnen.

Die um 1900 von Absolventinnen und Absolventen der Wiener Kunstgewerbeschule gegründete Vereinigung setzte sich aus Marietta Peyfuss, Jutta Sicka, Else Unger, Emil Holzinger, Franz Messner, Wilhelm Schmidt, Karl Sumetsberger und Hans Vollmer zusammen. Ihr gemeinsames Ziel war die Entwicklung einer zeitgemäßen, qualitätsvollen Wohnkultur mit eigenständiger Wiener Prägung. Im Jahr 1902 beteiligte sich die Vereinigung an der XV. Ausstellung der Wiener Secession. Im Rahmen dieser Ausstellung wurde Saal VI, dessen Gestaltung Franz Messner oblag, mit kunstgewerblichen Erzeugnissen der Vereinigung „Wiener Kunst im Hause“ ausgestattet.

Unter dem Leitgedanken „Einfache Möbel“ entstanden in der Architekturklasse Josef Hoffmanns Entwürfe, die durch konstruktive Klarheit, geometrische Strenge und eine bewusste Abkehr vom historistischen Formenrepertoire gekennzeichnet waren. Diese Gestaltungsprinzipien bildeten eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung des modernen Wiener Möbeldesigns.

Die textile Ausstattung der Sitzgruppe zeigt das von Else Unger im Jahr 1900 für Joh. Backhausen & Söhne entworfene Dessin „Koloman“ (Nr. 3936). Als Mitglied der Vereinigung „Wiener Kunst im Hause“ war Unger selbst an der Entwicklung einer neuen Wiener Wohn- und Textilkultur beteiligt. Verwendung fand ihr Stoffentwurf unter anderem bei einem Stuhl ihres Studienkollegen Karl Witzmann aus der Schule Josef Hoffmanns, ausgeführt in schwarz-weißem Ahorn. Dieses Möbelstück wurde 1903 in der Zeitschrift Das Interieur abgebildet und dokumentiert die enge gestalterische Zusammenarbeit innerhalb der Wiener Kunstgewerbeschule.

Die Sitzgruppe veranschaulicht damit die kunstgewerblichen Reformbestrebungen der Wiener Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in deren Mittelpunkt das Zusammenwirken von Architektur, Möbelkunst und textiler Gestaltung zu einem einheitlichen Gesamtkunstwerk stand.

Die auf den Bildern ersichtliche Doppelkeder wurde mittlerweile gegen eine schmälere & flachere “tintenblaue” Doppelkeder ausgetauscht. Auf Wunsch können Fotos übermittelt werden.

In Kooperation mit der Kolhammer-Preisinger ART GmbH

Besichtigung nach Absprache möglich: Plankengasse 5, 1010 Wien
Zustellung national/international gegen Aufpreis möglich

Objekt: Secessionistische Sitzgruppe (2 x Armlehnstuhl, 2 x Sessel)
Entwurf: „Wiener Kunst im Hause“ - Schule Prof. Josef Hoffmann (Wien, um 1903)
Ausführung: Unbekannte Wiener Werkstätte (Wien, um 1903)
Maße in cm Armlehnstuhl (H x B x T x SH x SB x ST): 94,5 x 57 x 55 x 44 x 50 x 50
Maße in cm Sessel (H x B x T x SH x SB x ST): 92 x 42 x 44 x 45 x 43 x 39
Material: Buche, Mahagoni furniert, Messing, Stoff (Neuproduktion, Entwurf: „Koloman“ - Else Unger, Dessin Nr. 3936, 1900, für Backhausen & Söhne)
Zustand: fachmännisch restauriert
Provenienz: Privatbesitz, Wien Umgebung
Literatur: Das Interieur, Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, 3. Jahrgang, Wien 1902, S. 97 / Katalog der XV. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs, Secession, Nov-Dec 1902, S. 36-38 / Ver Sacrum, 1902, Heft XXII, S. 319 / Das Interieur, Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, 4. Jahrgang, Wien 1903, S. 100 / Dekorstoff, Koloman, Else Unger, MAK Inv.nr. T 11197-1

Zusätzliche Informationen:
Die vierteilige Sitzgruppe ist ein charakteristisches Beispiel der frühen Wiener Moderne und lässt sich aufgrund ihrer streng geometrischen Formensprache dem gestalterischen Umfeld Josef Hoffmanns und der Künstlervereinigung „Wiener Kunst im Hause“ zuordnen.

Die um 1900 von Absolventinnen und Absolventen der Wiener Kunstgewerbeschule gegründete Vereinigung setzte sich aus Marietta Peyfuss, Jutta Sicka, Else Unger, Emil Holzinger, Franz Messner, Wilhelm Schmidt, Karl Sumetsberger und Hans Vollmer zusammen. Ihr gemeinsames Ziel war die Entwicklung einer zeitgemäßen, qualitätsvollen Wohnkultur mit eigenständiger Wiener Prägung. Im Jahr 1902 beteiligte sich die Vereinigung an der XV. Ausstellung der Wiener Secession. Im Rahmen dieser Ausstellung wurde Saal VI, dessen Gestaltung Franz Messner oblag, mit kunstgewerblichen Erzeugnissen der Vereinigung „Wiener Kunst im Hause“ ausgestattet.

Unter dem Leitgedanken „Einfache Möbel“ entstanden in der Architekturklasse Josef Hoffmanns Entwürfe, die durch konstruktive Klarheit, geometrische Strenge und eine bewusste Abkehr vom historistischen Formenrepertoire gekennzeichnet waren. Diese Gestaltungsprinzipien bildeten eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung des modernen Wiener Möbeldesigns.

Die textile Ausstattung der Sitzgruppe zeigt das von Else Unger im Jahr 1900 für Joh. Backhausen & Söhne entworfene Dessin „Koloman“ (Nr. 3936). Als Mitglied der Vereinigung „Wiener Kunst im Hause“ war Unger selbst an der Entwicklung einer neuen Wiener Wohn- und Textilkultur beteiligt. Verwendung fand ihr Stoffentwurf unter anderem bei einem Stuhl ihres Studienkollegen Karl Witzmann aus der Schule Josef Hoffmanns, ausgeführt in schwarz-weißem Ahorn. Dieses Möbelstück wurde 1903 in der Zeitschrift Das Interieur abgebildet und dokumentiert die enge gestalterische Zusammenarbeit innerhalb der Wiener Kunstgewerbeschule.

Die Sitzgruppe veranschaulicht damit die kunstgewerblichen Reformbestrebungen der Wiener Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in deren Mittelpunkt das Zusammenwirken von Architektur, Möbelkunst und textiler Gestaltung zu einem einheitlichen Gesamtkunstwerk stand.

Die auf den Bildern ersichtliche Doppelkeder wurde mittlerweile gegen eine schmälere & flachere “tintenblaue” Doppelkeder ausgetauscht. Auf Wunsch können Fotos übermittelt werden.

In Kooperation mit der Kolhammer-Preisinger ART GmbH

Besichtigung nach Absprache möglich: Plankengasse 5, 1010 Wien
Zustellung national/international gegen Aufpreis möglich