Bild 1 von 8
Bild 2 von 8
Bild 3 von 8
Bild 4 von 8
Bild 5 von 8
Bild 6 von 8
Bild 7 von 8
Bild 8 von 8
Original Jugendstil Gemälde, Weiblicher Akt in Seitenansicht von Josef Engelhart (Wien, 1893)
Preis auf Anfrage
Objekt: Jugendstil Gemälde
Maler: Josef Engelhart (Wien, 1893)
Maße in cm (H x B x T): 105,3 × 46,3 × 2,6 (Rahmen)
Material: Kreide, Kohle, Papier, Passepartout, Holz (vergoldet), Glas, Messing
Zustand: gut
Provenienz: Privatbesitz (1010 Wien)
Zusätzliche Informationen:
Das vorliegende Werk von Josef Engelhart aus dem Jahr 1893 zeigt einen stehenden weiblichen Akt in Seitenansicht mit erhobenen Armen, dargestellt in einer ruhigen, nahezu statuarischen Haltung. Die Figur ist auf einem warmtonigen, braun grundierten Papier angelegt, das dem Blatt eine geschlossene, erdig gedämpfte Gesamtwirkung verleiht.
Die Ausführung erfolgt in einer für die Zeit typischen Mischtechnik: schwarze Kreide beziehungsweise Kohle dient der linearen Anlage und der Modellierung der Körperformen, während Weißhöhungen die Lichtpartien betonen und die Plastizität der Figur herausarbeiten. Teilweise verwischte Übergänge deuten auf eine bewusste Verreibung des Materials hin, wodurch weiche Modulationen zwischen Licht und Schatten entstehen.
Diese Technik entspricht der akademischen Aktstudie des späten 19. Jahrhunderts, bei der das braune Papier als Mittelton fungiert, während Schwarz die Schatten und Weiß die Lichter definiert. Der Körper wird so ausschließlich über Hell-Dunkel-Kontraste aufgebaut, was der Darstellung eine klare, plastische Präsenz verleiht.
Das Blatt entstand in einer frühen, künstlerisch prägenden Phase Engelharts. Bereits seit 1883 war er Mitglied der Hagengesellschaft, einer der wichtigsten progressiven Künstlervereinigungen Wiens vor der Secession. Engelhart zählt zu den zentralen Figuren der österreichischen Kunst um 1900 und war 1897 Mitbegründer der Wiener Secession, jener Bewegung, die den Bruch mit dem konservativen Künstlerhaus markierte und die Moderne in Wien entscheidend vorantrieb.
Innerhalb dieses Umbruchs nimmt Engelhart eine Schlüsselrolle ein: Während Künstler wie Klimt oder Moser stärker dekorativ-symbolistische Wege einschlugen, blieb Engelhart dem Figürlichen und einer lebensnahen, oft von französischem Impressionismus beeinflussten Auffassung verpflichtet. Seine Werke verbinden akademische Strenge mit einer zunehmend freien, lebendigen Behandlung von Körper, Bewegung und Alltagsszenen. Gerade seine frühen Arbeiten zeigen eindrucksvoll die Übergangsphase zwischen traditioneller Ausbildung und moderner künstlerischer Auffassung.
Als Chronist des Wiener Lebens und als prägende Persönlichkeit innerhalb der Secession leistete Engelhart einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der österreichischen Moderne. Seine Bedeutung liegt nicht nur in seinem eigenen Œuvre, sondern auch in seiner aktiven Rolle innerhalb der Künstlergemeinschaft, die Wien um 1900 zu einem der wichtigsten Zentren der europäischen Kunst machte.
Besichtigung möglich in der Hintzerstraße 6, 1030 Wien
Internationaler Versand gegen Aufpreis möglich
Preis auf Anfrage
Objekt: Jugendstil Gemälde
Maler: Josef Engelhart (Wien, 1893)
Maße in cm (H x B x T): 105,3 × 46,3 × 2,6 (Rahmen)
Material: Kreide, Kohle, Papier, Passepartout, Holz (vergoldet), Glas, Messing
Zustand: gut
Provenienz: Privatbesitz (1010 Wien)
Zusätzliche Informationen:
Das vorliegende Werk von Josef Engelhart aus dem Jahr 1893 zeigt einen stehenden weiblichen Akt in Seitenansicht mit erhobenen Armen, dargestellt in einer ruhigen, nahezu statuarischen Haltung. Die Figur ist auf einem warmtonigen, braun grundierten Papier angelegt, das dem Blatt eine geschlossene, erdig gedämpfte Gesamtwirkung verleiht.
Die Ausführung erfolgt in einer für die Zeit typischen Mischtechnik: schwarze Kreide beziehungsweise Kohle dient der linearen Anlage und der Modellierung der Körperformen, während Weißhöhungen die Lichtpartien betonen und die Plastizität der Figur herausarbeiten. Teilweise verwischte Übergänge deuten auf eine bewusste Verreibung des Materials hin, wodurch weiche Modulationen zwischen Licht und Schatten entstehen.
Diese Technik entspricht der akademischen Aktstudie des späten 19. Jahrhunderts, bei der das braune Papier als Mittelton fungiert, während Schwarz die Schatten und Weiß die Lichter definiert. Der Körper wird so ausschließlich über Hell-Dunkel-Kontraste aufgebaut, was der Darstellung eine klare, plastische Präsenz verleiht.
Das Blatt entstand in einer frühen, künstlerisch prägenden Phase Engelharts. Bereits seit 1883 war er Mitglied der Hagengesellschaft, einer der wichtigsten progressiven Künstlervereinigungen Wiens vor der Secession. Engelhart zählt zu den zentralen Figuren der österreichischen Kunst um 1900 und war 1897 Mitbegründer der Wiener Secession, jener Bewegung, die den Bruch mit dem konservativen Künstlerhaus markierte und die Moderne in Wien entscheidend vorantrieb.
Innerhalb dieses Umbruchs nimmt Engelhart eine Schlüsselrolle ein: Während Künstler wie Klimt oder Moser stärker dekorativ-symbolistische Wege einschlugen, blieb Engelhart dem Figürlichen und einer lebensnahen, oft von französischem Impressionismus beeinflussten Auffassung verpflichtet. Seine Werke verbinden akademische Strenge mit einer zunehmend freien, lebendigen Behandlung von Körper, Bewegung und Alltagsszenen. Gerade seine frühen Arbeiten zeigen eindrucksvoll die Übergangsphase zwischen traditioneller Ausbildung und moderner künstlerischer Auffassung.
Als Chronist des Wiener Lebens und als prägende Persönlichkeit innerhalb der Secession leistete Engelhart einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der österreichischen Moderne. Seine Bedeutung liegt nicht nur in seinem eigenen Œuvre, sondern auch in seiner aktiven Rolle innerhalb der Künstlergemeinschaft, die Wien um 1900 zu einem der wichtigsten Zentren der europäischen Kunst machte.
Besichtigung möglich in der Hintzerstraße 6, 1030 Wien
Internationaler Versand gegen Aufpreis möglich