Original Jugendstil Bücherschrank, Entwurf & Ausführung: K.u.K Hoftischler Ludwig Schmitt (1907)

€ 39.000,00

Objekt: Jugendstil Bücherschrank
Entwurf & Ausführung: K.u.K Hoftischler Ludwig Schmitt (Wien, 1907)
Modell-Nummer: “Für die Ausstellung des Wiener Kunstgewerbevereins”
Maße in cm (H x B x T): 180 x 180 x 45
Material: Makassar-Ebenholz massiv und furniert (Messing, Perlmutt, Palisander und Nuss intarsiert), Messing, geschliffenes und dekoriertes Glas
Zustand: gut, mit altersbedingten Gebrauchsspuren (zwei Messinggriffe lose)
Provenienz: Eisenstädter Privatbesitz
Literatur: Das Interieur, Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, 8. Jahrgang, Wien 1907, S. 35 / Dekorative Kunst - Illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst, Band 6, 1900, S. 396

Zusätzliche Informationen:
Die k. u. k. Hofkunsttischlerei Ludwig Schmitt zählte um 1900 zu den angesehensten und qualitätsvollsten Wiener Werkstätten ihrer Zeit. Das Unternehmen war für seine außergewöhnliche handwerkliche Präzision, die Verwendung erlesenster Materialien sowie die enge Zusammenarbeit mit führenden Künstlern und Architekten der Wiener Moderne bekannt. Zu den bedeutendsten Gestaltern, deren Entwürfe von Schmitt ausgeführt wurden, zählen Joseph Maria Olbrich, Josef Hoffmann, Franz Freiherr von Krauss und Karl Witzmann. Auch Gustav Klimt, der mit der Familie Schmitt persönlich verbunden war, entwarf Stoffmuster für die Werkstätte. Internationale Anerkennung erlangte das Unternehmen durch die Ausführung von Olbrichs Entwürfen für die Pariser Weltausstellung 1900, die wesentlich dazu beitrugen, die Wiener Kunstgewerbebewegung über die Grenzen der Monarchie hinaus bekannt zu machen.

Das vorliegende Bücherschrank-Modell entstand als Teil eines umfassenden Herrenzimmers, das Ludwig Schmitt für die Ausstellung des Wiener Kunstgewerbevereins im Jahr 1907 fertigte. Das Ensemble bestand aus einem Herrenschreibtisch mit passendem Armlehnstuhl, einem Bücherkasten sowie einem Spieltisch mit Sessel und verkörperte die Vorstellung eines repräsentativen, künstlerisch durchgestalteten Wohn- und Arbeitsraumes. Solche Gesamteinrichtungen entsprachen dem damals modernen Ideal des „Gesamtkunstwerks“, bei dem Architektur, Möblierung und Dekoration zu einer harmonischen Einheit verschmelzen sollten.

Besonders bemerkenswert ist die außerordentlich aufwendige Ausführung des Möbelstücks. Das kostbare Makassar-Ebenholz bildet die Grundlage für eine reiche Ausstattung mit feinsten Holz-, Metall- und Perlmuttintarsien, deren präzise Verarbeitung die außergewöhnliche Meisterschaft der Werkstätte eindrucksvoll dokumentiert. Die Kombination edler Materialien, die ausgewogenen Proportionen sowie die zurückhaltend elegante Formensprache verleihen dem Schrank eine außergewöhnliche Präsenz. Gleichzeitig verdeutlicht das Möbel den hohen Anspruch der Wiener Kunsttischlerei jener Zeit, funktionale Gebrauchsgegenstände in kunsthandwerkliche Spitzenleistungen zu verwandeln. Der Bücherschrank zählt damit zu den eindrucksvollen Beispielen jener luxuriösen Wiener Innenraumkultur, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg ihren künstlerischen Höhepunkt erreichte.

Fachmännische Restaurierung sowie Zustellung national/international gegen Aufpreis möglich.
Besichtigung möglich in 7432 Oberschützen-

Aufgrund logistischer Gründe wurden die Fotos mit Hilfe von KI generiert - Originalfotos können auf Wunsch übermittelt werden.

Objekt: Jugendstil Bücherschrank
Entwurf & Ausführung: K.u.K Hoftischler Ludwig Schmitt (Wien, 1907)
Modell-Nummer: “Für die Ausstellung des Wiener Kunstgewerbevereins”
Maße in cm (H x B x T): 180 x 180 x 45
Material: Makassar-Ebenholz massiv und furniert (Messing, Perlmutt, Palisander und Nuss intarsiert), Messing, geschliffenes und dekoriertes Glas
Zustand: gut, mit altersbedingten Gebrauchsspuren (zwei Messinggriffe lose)
Provenienz: Eisenstädter Privatbesitz
Literatur: Das Interieur, Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, 8. Jahrgang, Wien 1907, S. 35 / Dekorative Kunst - Illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst, Band 6, 1900, S. 396

Zusätzliche Informationen:
Die k. u. k. Hofkunsttischlerei Ludwig Schmitt zählte um 1900 zu den angesehensten und qualitätsvollsten Wiener Werkstätten ihrer Zeit. Das Unternehmen war für seine außergewöhnliche handwerkliche Präzision, die Verwendung erlesenster Materialien sowie die enge Zusammenarbeit mit führenden Künstlern und Architekten der Wiener Moderne bekannt. Zu den bedeutendsten Gestaltern, deren Entwürfe von Schmitt ausgeführt wurden, zählen Joseph Maria Olbrich, Josef Hoffmann, Franz Freiherr von Krauss und Karl Witzmann. Auch Gustav Klimt, der mit der Familie Schmitt persönlich verbunden war, entwarf Stoffmuster für die Werkstätte. Internationale Anerkennung erlangte das Unternehmen durch die Ausführung von Olbrichs Entwürfen für die Pariser Weltausstellung 1900, die wesentlich dazu beitrugen, die Wiener Kunstgewerbebewegung über die Grenzen der Monarchie hinaus bekannt zu machen.

Das vorliegende Bücherschrank-Modell entstand als Teil eines umfassenden Herrenzimmers, das Ludwig Schmitt für die Ausstellung des Wiener Kunstgewerbevereins im Jahr 1907 fertigte. Das Ensemble bestand aus einem Herrenschreibtisch mit passendem Armlehnstuhl, einem Bücherkasten sowie einem Spieltisch mit Sessel und verkörperte die Vorstellung eines repräsentativen, künstlerisch durchgestalteten Wohn- und Arbeitsraumes. Solche Gesamteinrichtungen entsprachen dem damals modernen Ideal des „Gesamtkunstwerks“, bei dem Architektur, Möblierung und Dekoration zu einer harmonischen Einheit verschmelzen sollten.

Besonders bemerkenswert ist die außerordentlich aufwendige Ausführung des Möbelstücks. Das kostbare Makassar-Ebenholz bildet die Grundlage für eine reiche Ausstattung mit feinsten Holz-, Metall- und Perlmuttintarsien, deren präzise Verarbeitung die außergewöhnliche Meisterschaft der Werkstätte eindrucksvoll dokumentiert. Die Kombination edler Materialien, die ausgewogenen Proportionen sowie die zurückhaltend elegante Formensprache verleihen dem Schrank eine außergewöhnliche Präsenz. Gleichzeitig verdeutlicht das Möbel den hohen Anspruch der Wiener Kunsttischlerei jener Zeit, funktionale Gebrauchsgegenstände in kunsthandwerkliche Spitzenleistungen zu verwandeln. Der Bücherschrank zählt damit zu den eindrucksvollen Beispielen jener luxuriösen Wiener Innenraumkultur, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg ihren künstlerischen Höhepunkt erreichte.

Fachmännische Restaurierung sowie Zustellung national/international gegen Aufpreis möglich.
Besichtigung möglich in 7432 Oberschützen-

Aufgrund logistischer Gründe wurden die Fotos mit Hilfe von KI generiert - Originalfotos können auf Wunsch übermittelt werden.