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Original Jugendstil Étagère („Theetisch“), Entwurf/Ausführung: Gebrüder Thonet (Wien, 1904)
Objekt: Jugendstil Étagère („Theetisch“)
Entwurf: Gebrüder Thonet (Wien, 1904)
Modell-Nummer: 31 (9231)
Ausführung: Gebrüder Thonet (Wien, ab 1904)
Maße in cm (H x B x T): 78 x 82 x 40
Material: Buche - Bugholz / Sperrholz (Mahagoni-rot gefärbt)
Zustand: gut, mit altersbedingten Gebrauchsspuren
Provenienz: Lyon (Frankreich)
Literatur: Thonet Central Anzeiger, 1904, Band 11, S.3 / Thonet Brothers New York - Austrian Bentwood Furniture 1906/1907, Peter Ellenberg collection / Edition Volutes1900, S. 74 / https://www.musee-orsay.fr/fr/oeuvres/dressoir-ndeg31-19044 (aufg. 7.8.2026)
Weitere Informationen:
Dieser seltene Thonet-Teetisch (Modell Nr. 31 / 9231) entstand um 1904 und zählt zu den charakteristischen Entwürfen der frühen Wiener Moderne. Die Konstruktion aus gebogenem Buchenholz verbindet die technische Perfektion der Thonet-Bugholzproduktion mit einer für die Zeit typischen, zurückhaltenden Formensprache. Die geschwungenen Seitenteile verleihen dem Möbel trotz seiner funktionalen Gestaltung eine außergewöhnlich leichte und skulpturale Wirkung.
Die Entstehungszeit des Modells fällt zudem mit einer entscheidenden Phase der Unternehmensgeschichte zusammen. Um 1904/05 begann Thonet, verstärkt mit Architekten und Künstlern der Wiener Moderne zusammenzuarbeiten. Wenig später übernahm der Otto-Wagner-Schüler Marcel Kammerer die Leitung des Thonet'schen Entwurfsbüros und prägte die gestalterische Ausrichtung des Unternehmens nachhaltig. Zwar ist für das Modell Nr. 31 bislang kein namentlicher Entwerfer überliefert, seine reduzierte, architektonisch geprägte Formensprache steht jedoch bereits in engem zeitlichen Zusammenhang mit jener gestalterischen Erneuerung, die durch die Zusammenarbeit mit Vertretern der Wiener Secession und der Wagner-Schule eingeleitet wurde.
Das vorliegende Exemplar verfügt über eine originale Schutzmarke des Modells 2, welche zwischen 1881 und 1919 verwendet wurde.
Bemerkenswert ist die außergewöhnlich gute zeitgenössische Dokumentation des Modells. Im Gebrüder Thonet'schen Zentral-Anzeiger, Band 11 vom 16. November 1904, wird der Teetisch als Modell Nr. 31 (9231) erstmals vorgestellt. Wenige Jahre später erscheint er im amerikanischen Verkaufskatalog Thonet Brothers New York – Austrian Bentwood Furniture 1906/1907, wo er als Bestandteil einer vollständig eingerichteten Wohnraumgestaltung präsentiert wird. Die Abbildung verdeutlicht die Bedeutung des Modells innerhalb der modernen Innenraumkonzepte der Jahrhundertwende und dokumentiert zugleich die internationale Vermarktung der Wiener Bugholzmöbel.
Auch museal ist das Modell vertreten. Ein Exemplar aus der bedeutenden Sammlung Georges Candilis wurde 1984 vom Musée d'Orsay in Paris erworben und in dessen Sammlung aufgenommen. Die Aufnahme in eine der international bedeutendsten Institutionen für Kunst und Design des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts unterstreicht die kunsthistorische Relevanz dieses Entwurfs.
Neben seiner ursprünglichen Verwendung als Teetisch eignete sich das Modell aufgrund seiner gestaffelten Ablageflächen bereits zur Entstehungszeit hervorragend zur Präsentation von Kunstobjekten, Pflanzen oder dekorativen Accessoires. Bis heute wird es daher gleichermaßen als funktionales Möbel wie auch als skulpturales Sammlungsobjekt der Wiener Moderne geschätzt.
Besichtigung möglich in der Hintzerstraße 6, 1030 Wien
Fachmännische Restaurierung gegen Aufpreis möglich
Lieferung gegen Aufpreis möglich
Objekt: Jugendstil Étagère („Theetisch“)
Entwurf: Gebrüder Thonet (Wien, 1904)
Modell-Nummer: 31 (9231)
Ausführung: Gebrüder Thonet (Wien, ab 1904)
Maße in cm (H x B x T): 78 x 82 x 40
Material: Buche - Bugholz / Sperrholz (Mahagoni-rot gefärbt)
Zustand: gut, mit altersbedingten Gebrauchsspuren
Provenienz: Lyon (Frankreich)
Literatur: Thonet Central Anzeiger, 1904, Band 11, S.3 / Thonet Brothers New York - Austrian Bentwood Furniture 1906/1907, Peter Ellenberg collection / Edition Volutes1900, S. 74 / https://www.musee-orsay.fr/fr/oeuvres/dressoir-ndeg31-19044 (aufg. 7.8.2026)
Weitere Informationen:
Dieser seltene Thonet-Teetisch (Modell Nr. 31 / 9231) entstand um 1904 und zählt zu den charakteristischen Entwürfen der frühen Wiener Moderne. Die Konstruktion aus gebogenem Buchenholz verbindet die technische Perfektion der Thonet-Bugholzproduktion mit einer für die Zeit typischen, zurückhaltenden Formensprache. Die geschwungenen Seitenteile verleihen dem Möbel trotz seiner funktionalen Gestaltung eine außergewöhnlich leichte und skulpturale Wirkung.
Die Entstehungszeit des Modells fällt zudem mit einer entscheidenden Phase der Unternehmensgeschichte zusammen. Um 1904/05 begann Thonet, verstärkt mit Architekten und Künstlern der Wiener Moderne zusammenzuarbeiten. Wenig später übernahm der Otto-Wagner-Schüler Marcel Kammerer die Leitung des Thonet'schen Entwurfsbüros und prägte die gestalterische Ausrichtung des Unternehmens nachhaltig. Zwar ist für das Modell Nr. 31 bislang kein namentlicher Entwerfer überliefert, seine reduzierte, architektonisch geprägte Formensprache steht jedoch bereits in engem zeitlichen Zusammenhang mit jener gestalterischen Erneuerung, die durch die Zusammenarbeit mit Vertretern der Wiener Secession und der Wagner-Schule eingeleitet wurde.
Das vorliegende Exemplar verfügt über eine originale Schutzmarke des Modells 2, welche zwischen 1881 und 1919 verwendet wurde.
Bemerkenswert ist die außergewöhnlich gute zeitgenössische Dokumentation des Modells. Im Gebrüder Thonet'schen Zentral-Anzeiger, Band 11 vom 16. November 1904, wird der Teetisch als Modell Nr. 31 (9231) erstmals vorgestellt. Wenige Jahre später erscheint er im amerikanischen Verkaufskatalog Thonet Brothers New York – Austrian Bentwood Furniture 1906/1907, wo er als Bestandteil einer vollständig eingerichteten Wohnraumgestaltung präsentiert wird. Die Abbildung verdeutlicht die Bedeutung des Modells innerhalb der modernen Innenraumkonzepte der Jahrhundertwende und dokumentiert zugleich die internationale Vermarktung der Wiener Bugholzmöbel.
Auch museal ist das Modell vertreten. Ein Exemplar aus der bedeutenden Sammlung Georges Candilis wurde 1984 vom Musée d'Orsay in Paris erworben und in dessen Sammlung aufgenommen. Die Aufnahme in eine der international bedeutendsten Institutionen für Kunst und Design des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts unterstreicht die kunsthistorische Relevanz dieses Entwurfs.
Neben seiner ursprünglichen Verwendung als Teetisch eignete sich das Modell aufgrund seiner gestaffelten Ablageflächen bereits zur Entstehungszeit hervorragend zur Präsentation von Kunstobjekten, Pflanzen oder dekorativen Accessoires. Bis heute wird es daher gleichermaßen als funktionales Möbel wie auch als skulpturales Sammlungsobjekt der Wiener Moderne geschätzt.
Besichtigung möglich in der Hintzerstraße 6, 1030 Wien
Fachmännische Restaurierung gegen Aufpreis möglich
Lieferung gegen Aufpreis möglich