3 x Original Jugendstil Armlehnstuhl, Entwurf: Schule Josef Hoffmann (Wien, um 1912), Ausführung: Unbekannte Werkstätte (Wien, um 1912)

€ 6.500,00

Preis pro Stück

Objekt: Jugendstil Armlehnstuhl (3 Exemplare vorhanden)
Entwurf: Schule Josef Hoffmann (Wien, um 1912)
Ausführung: Unbekannte Werkstätte (Wien, um 1912)
Maße in cm (H x B x T x SH x SB x ST): 101,5 × 64 × 60 × 51 × 49 × 53
Material: Eiche (ebonisiert und gekalkt), Leder, Eisen vernickelt
Zustand: fachmännisch restauriert
Provenienz: Kammern (Steiermark)
Literatur: Deutsche Kunst und Dekoration, Band 18, 1906, Alexander Koch, Darmstadt, S. 430 / Alexander Kochs Handbuch neuzeitlicher Wohnungskultur, Band 1 - Schlafzimmer, Darmstadt, 1912, S. 127 / Das Interieur, Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, 14. Jahrgang, Wien 1913, Tafel 81 / Deutsche Kunst und Dekoration, Band 37, 1915-1916, Alexander Koch, Darmstadt, S. 405 / Deutsche Kunst und Dekoration, Band 38, 1916, Alexander Koch, Darmstadt, S. 217

Zusätzliche Informationen:
Dieser Armlehnstuhl, von dem drei Exemplare vorhanden sind, verkörpert jene reduzierte, konstruktive Formensprache, die das Schaffen Josef Hoffmanns und der Wiener Werkstätte maßgeblich prägte. Klare Proportionen, rechtwinklige Linien sowie die charakteristischen diagonalen Kreuzverbände verleihen den Möbeln eine architektonische Präsenz, bei der Konstruktion und Gestaltung zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.

Bereits 1906 finden sich bei Josef Hoffmann, insbesondere am Stuhl des Ordinationszimmers im von ihm entworfenen Sanatorium Purkersdorf, vergleichbare gestalterische Ansätze. Die dort angelegte geometrische Strenge entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer prägenden Formensprache seines Umfeldes. Auch sein begabter Schüler Karl Bräuer griff diese Gestaltungsprinzipien in seinen Möbelentwürfen auf.

Ebenso charakteristisch ist die Behandlung der Eichenoberfläche. Dem Gestaltungsverständnis Josef Hoffmanns und der Wiener Werkstätte folgend, verzichtet der Entwurf bewusst auf äußere Zierformen zugunsten einer ehrlichen Materialauffassung. Das Kalken hebt die natürliche Maserung des Holzes hervor und macht sie zum eigentlichen Ornament des Möbels. Nicht das Hinzufügen von Dekor, sondern das Sichtbarmachen der dem Material innewohnenden Schönheit bildet das gestalterische Prinzip.

Mit ihrer klaren Formensprache, der hochwertigen handwerklichen Ausführung und der konsequenten Materialauffassung zählen diese drei Armlehnstühle zu eindrucksvollen Beispielen jener Wiener Möbelkunst, die den Jugendstil auf dem Weg zu einer modernen, sachlichen Gestaltung entscheidend weiterentwickelte.

Aus logistischen Gründen wurden die Bilder mit Hilfe von KI bearbeitet, wodurch es zu leichten Veränderungen kommen kann. Auf Wunsch können die Originalfotos zugestellt werden.

Zustellung gegen Aufpreis möglich
Besichtigung möglich in der Hintzerstraße 6 (1030 Wien) sowie in 7432 Oberschützen

Preis pro Stück

Objekt: Jugendstil Armlehnstuhl (3 Exemplare vorhanden)
Entwurf: Schule Josef Hoffmann (Wien, um 1912)
Ausführung: Unbekannte Werkstätte (Wien, um 1912)
Maße in cm (H x B x T x SH x SB x ST): 101,5 × 64 × 60 × 51 × 49 × 53
Material: Eiche (ebonisiert und gekalkt), Leder, Eisen vernickelt
Zustand: fachmännisch restauriert
Provenienz: Kammern (Steiermark)
Literatur: Deutsche Kunst und Dekoration, Band 18, 1906, Alexander Koch, Darmstadt, S. 430 / Alexander Kochs Handbuch neuzeitlicher Wohnungskultur, Band 1 - Schlafzimmer, Darmstadt, 1912, S. 127 / Das Interieur, Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, 14. Jahrgang, Wien 1913, Tafel 81 / Deutsche Kunst und Dekoration, Band 37, 1915-1916, Alexander Koch, Darmstadt, S. 405 / Deutsche Kunst und Dekoration, Band 38, 1916, Alexander Koch, Darmstadt, S. 217

Zusätzliche Informationen:
Dieser Armlehnstuhl, von dem drei Exemplare vorhanden sind, verkörpert jene reduzierte, konstruktive Formensprache, die das Schaffen Josef Hoffmanns und der Wiener Werkstätte maßgeblich prägte. Klare Proportionen, rechtwinklige Linien sowie die charakteristischen diagonalen Kreuzverbände verleihen den Möbeln eine architektonische Präsenz, bei der Konstruktion und Gestaltung zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.

Bereits 1906 finden sich bei Josef Hoffmann, insbesondere am Stuhl des Ordinationszimmers im von ihm entworfenen Sanatorium Purkersdorf, vergleichbare gestalterische Ansätze. Die dort angelegte geometrische Strenge entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer prägenden Formensprache seines Umfeldes. Auch sein begabter Schüler Karl Bräuer griff diese Gestaltungsprinzipien in seinen Möbelentwürfen auf.

Ebenso charakteristisch ist die Behandlung der Eichenoberfläche. Dem Gestaltungsverständnis Josef Hoffmanns und der Wiener Werkstätte folgend, verzichtet der Entwurf bewusst auf äußere Zierformen zugunsten einer ehrlichen Materialauffassung. Das Kalken hebt die natürliche Maserung des Holzes hervor und macht sie zum eigentlichen Ornament des Möbels. Nicht das Hinzufügen von Dekor, sondern das Sichtbarmachen der dem Material innewohnenden Schönheit bildet das gestalterische Prinzip.

Mit ihrer klaren Formensprache, der hochwertigen handwerklichen Ausführung und der konsequenten Materialauffassung zählen diese drei Armlehnstühle zu eindrucksvollen Beispielen jener Wiener Möbelkunst, die den Jugendstil auf dem Weg zu einer modernen, sachlichen Gestaltung entscheidend weiterentwickelte.

Aus logistischen Gründen wurden die Bilder mit Hilfe von KI bearbeitet, wodurch es zu leichten Veränderungen kommen kann. Auf Wunsch können die Originalfotos zugestellt werden.

Zustellung gegen Aufpreis möglich
Besichtigung möglich in der Hintzerstraße 6 (1030 Wien) sowie in 7432 Oberschützen