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2 x original Jugendstil Armlehnstuhl, Entwurf: Gustav Siegel / Josef Hoffmann (Wien, 1905), Ausführung: Gebrüder Thonet (Wien, ab 1919)
Objekt: 2 x Jugendstil Armlehnstuhl
Entwurf: Gustav Siegel / Prof. Josef Hoffmann (Wien, um 1905)
Modell-Nummer: 1768 ½ d
Ausführung: Gebrüder Thonet (Schutzmarke 3 - Wien, ab 1919)
Maße in cm (H x B x T x SH x SB x ST): folgen
Material: Buche (Bugholz), Leder
Zustand: sehr gut
Provenienz: Grazer Privatbesitz
Literatur: Jacob & Josef Kohn, Katalog 1906, S. 1 / Gebrüder Thonet Wien, Supplement III zu und Katalog 1911, 1915, S. 28 / Il mobile moderno, Gebrüder Thonet Vienna, Jacob & Josef Kohn, Giovanni Renzi, 2008, S. 30-31, 164 / Gebogenes Holz - Konstruktive Entwürfe Wien 1840-1910, S. 76
Zusätzliche Informationen:
Der sogenannte „Fledermaus-Stuhl“ zählt zu den bekanntesten Sitzmöbeln der Wiener Moderne. Sein Entwurf entstand um 1905 durch Gustav Siegel, der über viele Jahre die Entwurfsabteilung der Firma Jacob & Josef Kohn leitete. Bereits 1906 wurde das Modell Nr. 728 A auf der Internationalen Ausstellung in Mailand präsentiert und fand im selben Jahr Eingang in die Verkaufskataloge des Unternehmens.
1907 verwendete Josef Hoffmann die Modellreihe für die Einrichtung des von ihm gestalteten Kabaretts Fledermaus in der Wiener Kärntner Straße. Die Ausstattung des von der Wiener Werkstätte ausgeführten Kabaretts machte das Modell weithin bekannt und führte dazu, dass der Entwurf lange Zeit Hoffmann zugeschrieben wurde.
Die bereits 1906 dokumentierte Verwendung widerlegt jedoch die verbreitete Annahme, der Stuhl sei eigens für das Kabarett entworfen worden. Auch die tatsächliche Urheberschaft bleibt Gegenstand kunsthistorischer Diskussionen. Gustav Siegel soll gegenüber dem Architekten Karl Mang selbst erklärt haben, der Schöpfer des Modells zu sein. Eine Zusammenarbeit zwischen Siegel und Hoffmann erscheint ebenfalls denkbar, nachdem dieser auch ein Schüler Hoffmanns war.
Aufgrund seiner großen Beliebtheit wurde das Modell später auch von anderen Bugholzmöbelherstellern, darunter Thonet und Mundus, in unterschiedlichen Varianten produziert.
Unser Exemplar stammt aus der Produktion der Firma Gebrüder Thonet und trägt die Modellnummer 1768 ½ d. Die vorhandene Schutzmarke 3 ermöglicht eine Datierung der Ausführung ab 1919. Charakteristisch für diese Variante sind die zapfenförmigen Verbindungselemente zwischen Sitzfläche und Vorderbeinen, die sich von den kugelförmigen Elementen der ursprünglichen Kohn-Ausführung unterscheiden.
Die Bilder wurden mittels KI bearbeitet, wodurch es zu leichten Abänderungen kommen kann. Auf Wunsch können die Originalfotos übermittelt werden.
Besichtigung nach Absprache möglich in 7431 Bad Tatzmannsdorf
Lieferung gegen Aufpreis möglich
Objekt: 2 x Jugendstil Armlehnstuhl
Entwurf: Gustav Siegel / Prof. Josef Hoffmann (Wien, um 1905)
Modell-Nummer: 1768 ½ d
Ausführung: Gebrüder Thonet (Schutzmarke 3 - Wien, ab 1919)
Maße in cm (H x B x T x SH x SB x ST): folgen
Material: Buche (Bugholz), Leder
Zustand: sehr gut
Provenienz: Grazer Privatbesitz
Literatur: Jacob & Josef Kohn, Katalog 1906, S. 1 / Gebrüder Thonet Wien, Supplement III zu und Katalog 1911, 1915, S. 28 / Il mobile moderno, Gebrüder Thonet Vienna, Jacob & Josef Kohn, Giovanni Renzi, 2008, S. 30-31, 164 / Gebogenes Holz - Konstruktive Entwürfe Wien 1840-1910, S. 76
Zusätzliche Informationen:
Der sogenannte „Fledermaus-Stuhl“ zählt zu den bekanntesten Sitzmöbeln der Wiener Moderne. Sein Entwurf entstand um 1905 durch Gustav Siegel, der über viele Jahre die Entwurfsabteilung der Firma Jacob & Josef Kohn leitete. Bereits 1906 wurde das Modell Nr. 728 A auf der Internationalen Ausstellung in Mailand präsentiert und fand im selben Jahr Eingang in die Verkaufskataloge des Unternehmens.
1907 verwendete Josef Hoffmann die Modellreihe für die Einrichtung des von ihm gestalteten Kabaretts Fledermaus in der Wiener Kärntner Straße. Die Ausstattung des von der Wiener Werkstätte ausgeführten Kabaretts machte das Modell weithin bekannt und führte dazu, dass der Entwurf lange Zeit Hoffmann zugeschrieben wurde.
Die bereits 1906 dokumentierte Verwendung widerlegt jedoch die verbreitete Annahme, der Stuhl sei eigens für das Kabarett entworfen worden. Auch die tatsächliche Urheberschaft bleibt Gegenstand kunsthistorischer Diskussionen. Gustav Siegel soll gegenüber dem Architekten Karl Mang selbst erklärt haben, der Schöpfer des Modells zu sein. Eine Zusammenarbeit zwischen Siegel und Hoffmann erscheint ebenfalls denkbar, nachdem dieser auch ein Schüler Hoffmanns war.
Aufgrund seiner großen Beliebtheit wurde das Modell später auch von anderen Bugholzmöbelherstellern, darunter Thonet und Mundus, in unterschiedlichen Varianten produziert.
Unser Exemplar stammt aus der Produktion der Firma Gebrüder Thonet und trägt die Modellnummer 1768 ½ d. Die vorhandene Schutzmarke 3 ermöglicht eine Datierung der Ausführung ab 1919. Charakteristisch für diese Variante sind die zapfenförmigen Verbindungselemente zwischen Sitzfläche und Vorderbeinen, die sich von den kugelförmigen Elementen der ursprünglichen Kohn-Ausführung unterscheiden.
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Besichtigung nach Absprache möglich in 7431 Bad Tatzmannsdorf
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